Von:
Martin Hoepfner

e-verliebt.de

Jeder war doch mal verliebt, oder? Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern: Alles ist ganz leicht, es ist so als würde man auf Wolken schweben und man hat das Gefühl, man möchte nur noch durch das Leben tanzen.

Und kann man nicht frisch Verliebte sofort auf der Straße erkennen? Strahlen sie nicht so eine gewisse Wärme und Freude aus? Schauen sich Verliebte nicht ganz tief in die Augen, gehen sie nicht Hand in Hand?

Hand in Hand gehen - nicht nur auf der Straße, sondern auch durch das Leben. Das ist wichtig - auch nach dem "Rosarote-Brille-Verliebtsein". Treu Hand in Hand gehen durch das Leben heißt Kompromisse eingehen. Keiner ist dem anderen gleich, jeder hat seine Ecken und Kanten, die man vielleicht am Anfang übersehen hat. Nach und nach kommen sie zu Tage und können zuweilen ganz schön nerven. Da ist es an den zwei (Ex-)Verliebten, eine Liebe wachsen und reifen zu lassen, die dauerhaft die Kraft und die Geborgenheit schenkt, die das schlichte "Verliebt-Sein" nicht bieten kann.

Liebe muss/Liebe soll ein Zuhause sein, in dem sich beide wohlfühlen. Das erfordert, dass beide aufeinander zugehen, dass die Ecken vorsichtig abgeschliffen werden und dass man Rücksicht nimmt auf den Anderen, indem man daran denkt, was seine Bedürfnisse sind und die eigenen Bedürfnisse zurückstellt.

Das schließt auch das Loslassen ein. Loslassen in einer Beziehung ist für viele schwierig, und doch braucht der Mensch Freiheiten und Ruhepole. Wird ein Partner vom anderen erdrückt und eingeengt, kann das ganz plötzlich zu einem Befreiungsschlag führen und alles was übrig bleibt, sind Erinnerungen an das, was einst war.

Wie schön wäre es doch dann, eine perfekte Beziehung zu haben, die niemals endet. Eine Beziehung, die uns wie auf Wolken durch das Leben trägt, die uns Rückenwind, Kraft und Motivation gibt. Wie schön und wie einfach wäre es, wenn das Verliebtsein niemals enden würde.